Mundspülung: Sinnvolle Ergänzung zur Zahnpflege?

Mundspülung für kariesfreie Zähne und gesundes Zahnfleisch

Selbst das gründlichste Zähneputzen kann nicht alle Bakterien im Mund entfernen. Um die Mundhygiene und Zahnpflege zu unterstützen, werden eine Reihe verschiedener Mundspülungen angeboten. Damit kann sich der Atem verbessern oder Karies und Parodontitis vorgebeugt werden. Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie man Mundspülungen richtig anwendet, wo der Unterschied zu Mundwasser liegt und auf was beim Kauf geachtet werden soll.

Mundspülung vs. Mundwasser – wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe Mundspülung und Mundwasser werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. Zahnmedizinisch gesehen handelt es sich bei Mundwasser um eine Flüssigkeit, die, ähnlich wie ein Kaugummi, kurzfristig für frischen Atem sorgt. Langfristig kann Mundwasser die Ursache von Mundgeruch nicht beseitigen. Kosmetische Mundwässer werden in konzentrierter Form angeboten und müssen vor der Anwendung mit klarem Wasser verdünnt werden.

Bei Mundspüllösungen handelt es sich um medizinische Mundwässer, zur Vorbeugung von Kariesbefall oder Zahnfleischentzündung. Die fertige Lösung enthält ätherische Öle und kann unverdünnt verwendet werden. Man unterscheidet drei Arten von Mundspülungen:

  • Kariesverhütende Mundspülungen
  • Medizinische Mundspülungen
  • Zahnfleischpflegende Mundspülungen

Wie wendet man Mundspülungen an?

Damit der gewünschte Effekt der Mundspülung erzielt wird, sollten folgende Faktoren beachtet werden:

  • Die richtige Menge mit der Verschlusskappe als Dosierhilfe abmessen.
  • Flüssigkeit, falls nötig, verdünnen.
  • Die Spülzeit ist von Lösung zu Lösung unterschiedlich. Generell sind mind. 30 Minuten bis zu 1 Minute empfehlenswert. Ein zu langes Spülen kann das Zahnfleisch reizen.

Die Mundspülung sollte nicht geschluckt, sondern nach dem Spülen wieder ausgespuckt werden. Für eine optimale Anwendung sollte der Mund danach nicht mit Wasser ausgespült werden.

Wann und wie oft sollte man eine Mundspülung benutzen?

Zahnärzte empfehlen eine Mundspülung als Teil der täglichen Zahnpflegeroutine. Im besten Fall wird sie zwei Mal täglich angewendet, um das Zahnfleisch gesund und die Zähne stark zu halten. In der Regel sollte die Lösung nach dem Zähneputzen angewendet werden, weil die vom Putzen übriggebliebenen Plaquebakterien dadurch abgetötet oder entfernt werden können. Ebenso können auch Stellen, die mit der Zahnbürste schwer erreichbar sind, gereinigt werden. In der Zahnvilla Wassenberg zeigen wir Ihnen gerne die richtige Putztechnik für eine optimale Zahnhygiene.

Für wen sind Mundspülungen geeignet?

Aufgrund der desinfizierenden Wirkung sind Mundspülungen bei freiliegenden Zahnhälsen oder als Teil einer Parodontitis-Behandlung empfehlenswert. Menschen, die die regelmäßige Mundhygiene vernachlässigen, können durch Mundspülungen die Zahnpflege unterstützen. Auch bei Patienten mit einer festsitzenden Zahnspange können Mundspülungen das oftmals gereizte Zahnfleisch beruhigen.

Auf was sollte beim Kauf einer Mundspüllösung geachtet werden?

Beim Kauf einer Mundspülung sollte auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Je nach Wirkstoff haben diese unterschiedliche Wirkungsweisen. Zudem lässt sich anhand der Inhaltsstoffe erkennen, ob es sich um ein kosmetisches oder um ein medizinisches Produkt handelt. Medizinische Mundspülungen sind Arzneimittel, deshalb sind diese ausschließlich in Apotheken erhältlich.

Folgende Inhaltsstoffe sind sehr oft in Mundspülungen enthalten:

  • Fluoride: schützen und remineralisieren den Zahnschmelz
  • Zinksalze: wirken antibakteriell und reduzieren Plaque sowie Zahnstein
  • Ätherische Öle: wirken antibakteriell und beruhigend
  • Alkohol: desinfiziert und konserviert die Inhaltsstoffe
  • Chlorhexidin: in medizinischen Mundspülungen enthalten und keimtötend

Zur Kariesvorbeugung soll die Mundspülung mindestens 0,025% Fluorid enthalten. Dadurch lockert sich der Zahnbelag auf, wodurch er sich einfacher entfernen lässt.

Medizinische Mundspülungen können aufgrund des keimtötenden Chlorhexidins das mechanische Zähneputzen vorübergehend ersetzen. Sie sind für die kurzfristige Anwendung während einer Parodontitis-Behandlung oder nach einer Operation zur Unterstützung des Heilungsprozesses denkbar.

Welche Mundspülung während der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko, an Gingivitis oder Parodontitis zu erkranken. Gingivitis zeigt sich durch Rötung und Schwellung des Zahnfleisches oder durch Bluten beim Zähneputzen. Bei Parodontitis weicht das Zahnfleisch zurück, was zu Lockerung der Zähne bis zum Zahnverlust führen kann. Neben einer gründlichen Zahnpflege können die Zähne mit einer antibakteriellen Mundspülung ohne Alkohol geschützt werden. Sie neutralisiert schädliche Bakterien und hemmt die Plaquebildung.

Mundspülungen sind kein Ersatz für das Zähneputzen

Das Gurgeln mit Mundspülungen ist nicht ausreichend, um Karies oder Zahnfleischerkrankungen langfristig vorzubeugen. Die dafür verantwortlichen Bakterien können nicht weggespült werden, sondern müssen händisch – also mit Zahnbürste und Zahnseide – entfernt werden. Mundspülungen sind kein zwingendes Element in der täglichen Zahnpflegeroutine aber durchaus eine sinnvolle Ergänzung. Sie wirken prophylaktisch und können auftretende Symptome von Entzündungen oder Erkrankungen lindern. Wir empfehlen die Anwendung besonders für Patienten, die grundsätzlich für bestimmte Zahnerkrankungen wie Zahnstein, Parodontose oder Karies anfällig sind.

Noch Fragen zur Anwendung von Mundspülungen?

Für eine optimale Zahngesundheit empfehlen wir neben einer gründlichen Reinigung das Spülen mit Mundspülungen. Gerne klären wir offene Fragen zur Anwendung von Mundspülungen bei einem Prophylaxe-Termin in der Zahnvilla Wassenberg. Vereinbaren Sie noch heute telefonisch einen Termin. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Zahnvilla Wassenberg!

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