Gesunde und widerstandsfähige Zähne sind nicht nur ein ästhetischer Vorteil, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit. Vielen ist bekannt, dass Kalzium eine zentrale Rolle für die Zahngesundheit spielt. Auch Fluorid ist im Zusammenhang mit Kariesprophylaxe weit bekannt.
Es gibt aber noch weitere wichtige Mineralstoffe für Zähne. So tragen unter anderem Magnesium, Kalium und Phosphor wesentlich zur Zahngesundheit bei. Sie unterstützen den Erhalt der Zahnhartsubstanz, fördern den Stoffwechsel im Zahnhalteapparat und stärken das Zahnfleisch.
Kalzium ist wohl das bekannteste Mineral, wenn es um Zahngesundheit geht. Es hilft dabei, den Zahnschmelz zu stärken und macht ihn widerstandsfähig gegenüber den täglichen Belastungen durch Kauen und Sprechen. Zusammen mit Phosphor unterstützt Kalzium die Mineralisierung des Zahnschmelzes und hilft, den Zahn vor Karies zu schützen. Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist besonders in der Kindheit und Jugend wichtig, wenn sich die Zähne entwickeln.
Wo ist Kalzium enthalten?
Gute Kalziumquellen sind Milch und Milchprodukte (z. B. Joghurt, Käse), grünes Blattgemüse wie Grünkohl oder Brokkoli sowie angereicherte pflanzliche Milchalternativen wie Soja- oder Haferdrinks.
Fluorid ist ein weiteres Mineral, das entscheidend für die Zahngesundheit ist. Es stärkt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegenüber Karies. Fluorid hilft dabei, den Zahnschmelz zu remineralisieren, also Schäden durch Säuren zu reparieren. Es kann sogar beginnende Karies verhindern, bevor sie sich weiter ausbreitet.
Wo ist Fluorid enthalten?
Fluorid ist in vielen Zahnpflegeprodukten enthalten, aber auch in fluoridiertem Trinkwasser, schwarzem Tee und bestimmten Arten von Mineralwasser zu finden.
Phosphor ist – gemeinsam mit Kalzium – ein zentraler Baustein für Zähne und Knochen. Etwa 85 % des Phosphorvorkommens im Körper befinden sich in diesen Strukturen. Er ist essenziell für die Bildung und den Erhalt von Zahnhartgewebe. Ohne ausreichende Phosphorzufuhr kann Kalzium seine Wirkung nicht voll entfalten, weshalb ein ausgewogenes Verhältnis beider Mineralstoffe besonders wichtig ist.
Wo ist Phosphor enthalten?
Phosphor findet sich in proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.
Magnesium ist ein wichtiger Cofaktor bei zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper – auch im Bereich der Zahn- und Knochengesundheit. Es ist unter anderem an der Mineralisierung des Zahnschmelzes beteiligt und trägt zur Stabilität der Zahnsubstanz bei. Ein Magnesiummangel kann das Risiko für Entzündungen im Mundraum erhöhen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Bakterien und Karies verringern.
Wo ist Magnesium enthalten?
Gute Magnesiumquellen sind Vollkornprodukte, Nüsse, Samen (z. B. Sesam, Mohn, Sonnenblumenkerne), Hülsenfrüchte sowie grünes Gemüse wie Spinat.
Kalium ist vor allem für die Funktion von Nerven und Muskeln unerlässlich – auch im Bereich des Kieferapparats. Darüber hinaus trägt es zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts bei. Ein ausgeglichener pH-Wert im Mundraum ist entscheidend, um den Zahnschmelz vor Entmineralisierung durch Säuren zu schützen. Kalium kann zudem helfen, die Empfindlichkeit der Zähne zu reduzieren, indem es die Reizweiterleitung in den Zahnnerven beeinflusst.
Wo ist Kalium enthalten?
Kalium ist vor allem in Bananen, Kartoffeln, Trockenobst (z. B. Aprikosen), Hülsenfrüchten, Avocados und Spinat enthalten.
Spurenelemente wie Zink und Eisen sind ebenfalls für die Zahngesundheit wichtig. Zink hilft, Entzündungen im Mund zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken. Das ist besonders für die Bekämpfung von Zahninfektionen wichtig. Eisen unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen und hilft, das Zahnfleisch gesund zu halten.
Wo sind Zink und Eisen enthalten?
Zink ist vor allem in Fleisch, Käse, Nüssen und Vollkornprodukten enthalten. Eisenreiche Lebensmittel sind unter anderem rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Hirse, grünes Blattgemüse und getrocknete Früchte.
Eine unzureichende Versorgung mit Mineralstoffen kann zu sogenannten Hypomineralisierungen führen – einer Schwächung des Zahnschmelzes bereits während der Zahnentwicklung. Betroffene Zähne sind häufig poröser, empfindlicher und anfälliger für Karies. Sichtbar wird dieser Zustand oft durch weiße Flecken oder bräunliche Verfärbungen auf den Zähnen.
Eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Mineralstoffen ist besonders in der Kindheit von großer Bedeutung, um dieser Entwicklungsstörung vorzubeugen.
Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung bildet die Grundlage für langfristige Zahngesundheit. Mineralstoffe wie Kalzium, Fluorid, Phosphor, Magnesium, Kalium sowie wichtige Spurenelemente arbeiten gemeinsam daran, Ihre Zähne zu stärken, Karies vorzubeugen und das Zahnfleisch gesund zu erhalten.
Achten Sie daher auf eine mineralstoffreiche Ernährung – Ihre Zähne werden es Ihnen danken.
Sie möchten wissen, wie Sie Ihre Zahngesundheit gezielt über die Ernährung unterstützen können? Vereinbaren Sie gerne einen Termin für eine individuelle Beratung in unserer Zahnarztpraxis Zahnvilla-Wassenberg. Unsere erfahrenen Zahnärzte beraten Sie gerne!
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Zu den wichtigsten Mineralstoffen für die Zahngesundheit zählen Kalzium, Fluorid, Phosphor, Magnesium und Kalium. Sie stärken die Zahnsubstanz, fördern die Remineralisierung des Zahnschmelzes und unterstützen das Zahnfleisch sowie den Zahnhalteapparat. Auch Spurenelemente wie Zink und Eisen tragen zur Mundgesundheit bei.
Kalzium ist der zentrale Baustein von Zahnschmelz und Dentin. Es macht die Zähne widerstandsfähig gegen mechanische Belastung und Karies. Eine ausreichende Kalziumzufuhr ist besonders während der Zahnentwicklung im Kindes- und Jugendalter entscheidend.
Fluorid ist in fluoridhaltiger Zahnpasta, bestimmten Mineralwässern, schwarzem Tee und teilweise im Trinkwasser enthalten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Fluorid die Remineralisierung des Zahnschmelzes fördert und das Risiko für Karies deutlich senkt.
Eine ausgewogene Ernährung mit Milchprodukten, grünem Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch und Fleisch liefert die meisten notwendigen Mineralstoffe. Bei einem erhöhten Bedarf oder speziellen Ernährungsformen (z. B. vegan) kann eine zahnärztliche Beratung sinnvoll sein.
Ein Mangel an Mineralstoffen kann zu einer Schwächung des Zahnschmelzes, zu erhöhter Kariesanfälligkeit und in schweren Fällen zu Hypomineralisierungen führen. Auch Zahnfleischprobleme und Entzündungen im Mundraum können die Folge sein.
In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung aus, um den Bedarf zu decken. Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Fällen sinnvoll sein, z. B. bei bekannten Mängeln, chronischen Erkrankungen oder speziellen Ernährungsformen. Die Einnahme sollte jedoch immer mit einer zahnärztlichen oder ärztlichen Fachkraft abgestimmt werden.
Bereits während der Schwangerschaft spielt die Mineralstoffversorgung eine wichtige Rolle für die Zahnentwicklung des Kindes. Spätestens ab dem Durchbruch der ersten Zähne sollte auf eine zahnfreundliche und mineralstoffreiche Ernährung geachtet werden, um die Zahnentwicklung optimal zu unterstützen.