Eckzähne

Der Eckzahn, der markanteste unter den menschlichen Zähnen

Der Eckzahn wird in mehreren Sprachen auch als ‚Hundszahn‘ bezeichnet. Abgeleitet wird dieser Begriff von der lateinischen Bezeichnung Dens Caninus, was so viel wie ‚hündisch‘ oder ‚vom Hund‘ bedeutet. Verglichen mit dem Hund sind die menschlichen Eckzähne kürzer, was vor allem auf die Evolution zurückzuführen ist. Durch unsere heutige Esskultur ist ein Festhalten oder ein Abreißen von Nahrung nur noch im geringen Maß notwendig. Die kegelartige Form der Eckzähne bleibt jedoch bis heute bestehen.

Wo ist der Eckzahn?

Die Eckzähne kommen beim Menschen und bei Säugetieren vor. Von der Zahnmittelinie sind diese an der dritten Stelle aus positioniert. Aufgrund seines Aussehens ist der Eckzahn wohl einer der prominentesten Zähne, sowohl im menschlichen als auch im tierischen Gebiss. Neben seinem exklusiven Äußeren hat er auch eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen.

Ihr Name leitet sich allerdings von ihrer Position ab, denn die Eckzähne sitzen in der Ecke des Gebisses. Anders gesagt, am deutlich sichtbaren Knick des Zahnbogens. Die Eckzähne sind einspitzig und besitzen nur eine Wurzel, dafür jedoch die längste des menschlichen Gebisses. Die Zahnwurzel der oberen Eckzähne können dabei bis knapp unter die Augenhöhle reichen, weshalb der Eckzahn auch Augenzahn genannt wird.

Wie viel Eckzähne hat ein Mensch?

Das bleibende Gebiss eines Erwachsenen besteht, sofern alle Weisheitszähne vorhanden sind, aus 32 Zähnen. Jeweils 16 im Ober- und Unterkiefer platziert. Darunter vier Eckzähne, jeweils zwei pro Seite bzw. Ober- und Unterkiefer.

Jeder Zahntyp übernimmt eine für seinen Aufbau typische Funktion. Für den Eckzahn sind das Festhalten und Abreißen von Nahrung vorgesehen. Dafür ist er besonders robust aufgebaut. In unserer Kultur ist diese Funktion rückläufig, was sich auch in der Größe der Eckzähne im Vergleich zu anderen Säugetieren abzeichnet.

Mögliche Erkrankungen des Augenzahns

Die Eckzähne sind wie alle Zähne anfällig für Karies oder Parodontitis. Die Entzündungen des Augenzahns zeichnen sich dabei häufig durch Schwellung, Rötung und Druckschmerz dicht unter dem Auge ab.

Zudem kann ein Eckzahn auch retiniert oder verlagert sein. Grund dafür ist die relativ späte Durchbruchszeit. Die Eckzähne brechen meistens erst im Alter von 11 Jahren vollständig durch. In diesem Alter ist der Knochen bei vielen Kindern schon relativ fest. Bei Platzmangel können die bereits vorhandenen Nachbarzähne den Eckzähnen den Platz deshalb streitig machen.

Dadurch kann es vorkommen, dass der Eckzahn außerhalb der Zahnreihe steht. Dieser Eckzahnaußenstand oder auch Eckzahnhochstand fordert meistens eine Korrektur durch eine feste Zahnspange.

Veröffentlicht in Zahnlexikon.