Aufbissschiene

Aufbissschiene

Eine Aufbissschiene ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Am häufigsten wird sicherlich der Begriff Knirsch- oder Knirscherschiene verwendet. Andere gebräuchliche Bezeichnungen sind Zahn-, Beiß- oder Michiganschiene.

Eine Aufbissschiene wird in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Dazu wird zunächst ein Abdruck des Gebisses eines Patienten erstellt, der anschließend mit Gips ausgegossen wird. Auf Grundlage dieses Gipsabdruckes wird von Zahntechnikern die Schiene erstellt.

Aus welchem Material wird eine Aufbissschiene gefertigt?

Im Wesentlichen kann eine Aufbissschiene aus weichem oder hartem Material gefertigt werden. Letztendlich liegt der Unterschied vorwiegend in den persönlichen Vorlieben des Patienten in Zusammenhang mit dem Tragekomfort. So werden die harten Schienen aus einem kunststoffähnlichen Material, ähnlich wie bei Zahnspangen, gefertigt. Die weichen hingegen sind aus weichbleibendem Kunststoff, der eher gummiartig ist und von vielen Pateinten als weniger störend empfunden wird.

Abgesehen vom Tragekomfort bestehen kleinere Unterschiede in der Wirksamkeit und Anwendung. Für eine CMD-Therapie beispielsweise ist eine weiche Schiene ungeeignet, da sie den Kiefer nicht in eine feste Form zwingt.

Was macht eine Aufbissschiene

Eine Aufbissschiene kommt aus verschiedenen Gründen zum Einsatz. So dient sie unter anderem dazu, Fehlbeslastungen oder Überlastungen der Zähne sowie Kiefergelenke zu beseitigen. Darüber hinaus verhindert sie bei Patienten, die unter Zähneknirschen leiden, übermäßigen Abrieb der Zähne, weswegen sie oft auch Knirscherschiene genannt wird.

Bei einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) ist eine Schiene Bestandteil einer Therapie. Sie dient unter anderem dazu, Beschwerden im Kieferbereich zu lindern und Ober- und Unterkiefer wieder zusammenzuführen.

Wie oft muss eine Aufbissschiene gewechselt werden?

Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich ein Anrecht auf Anfertigung einer individuellen Schiene. Eine solche Schiene kann je nach Therapie mehrere Jahre halten, bei starkem Zähneknirschen aber auch nur wenige Monate. Sollte nur einmal im Jahr oder gar alle zwei Jahre eine neue Schiene benötigt werden, ist es wahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Wann muss eine Aufbissschiene getragen werden?

Üblicherweise wird eine Aufbissschiene nachts getragen. Das gilt vor allem für Schienen, die gegen nächtliches Zähneknirschen verschrieben werden. Patienten, die etwa stressbedingt auch tagsüber mit den Zähnen knirschen, können auch am Tag eine Knirscherschiene tragen.

Veröffentlicht in Zahnlexikon.